Die Energiewende, die seit dem letzten Jahr hohe Wellen bei Energieversorgern und Stromverbrauchern schlägt, hat jetzt auch Hannover erreicht. Die Stadtwerke Hannover, die auch unter dem Enercity zusammengeschlossen sind, wollen in den nächsten Jahren deutlich mehr Geld in Windkraft und andere erneuerbare Energien stecken, als dies bisher geschehen ist.
Energiepolitische Ziele bis 2020
Das Ziel der Stadtwerke Hannover ist dabei hochgesteckt: So beabsichtigt Enercity, sämtliche private Kunden, die von ihm mit Strom versorgt werden, bis 2020 ausschließlich mit Ökostrom zu beliefern. Damit dieses energiepolitische Ziel möglich wird, streben die Stadtwerke an, vor allem die Erschließung der erneuerbaren Energie Windenergie zu verstärken. Dies ist auch dringend nötig, wenn die Energiewende so rasch geschehen soll, denn 2010 stammten beispielsweise nur 20,5 % des von den Stadtwerken produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder Wasserkraft. Bisher hat sich Hannover vor allem auf Biomasse zur Stromerzeugung konzentriert, so dass momentan auch nur ein einziges Windrad durch Enercity betrieben wird.

Viele Windkraftanlagen sind in Planung
Damit die erneuerbare Energiequelle Windenergie einen viel größeren Beitrag zur Stromerzeugung leisten kann, muss jedenfalls noch viel geschehen. Aktuell sind 100 neue Windkraftanlagen bis zum Jahr 2020 in Planung. Die meisten Windräder davon sollen in und rund um Hannover gebaut werden. Aktuell stehen in der Region Hannover schon 250 Windkraftanlagen, doch von den Stadtwerken der Landeshauptstadt von Niedersachsen wird nur ein einziges betrieben.
Der Bau neuer Windräder hat auch den wesentlichen Vorteil, dass die neuen Windkraftanlagen viel leistungsstärker sind als die bisher schon realisierten Windräder. Wo genau die neuen Windenergieräder allerdings hinkommen sollen, ist zur Zeit noch unklar. Teilweise rechnen die Stadtwerke Hannover auch mit Widerstand in der Bevölkerung, da ein Teil der Bevölkerung nicht begeistert ist, wenn in relativer Nachbarschaft ihrer Wohnungen Windparks entstehen sollen.
Enercity ist dennoch entschlossen, sich dafür einzusetzen, dass Windenergie ab sofort mehr Strom für Hannover und Umgebung liefert. Michael S. Feist, der Vorstandsvorsitzender von Enercity, verfolgt sogar die Absicht, dass Ökostrom schon bald der Strom sein soll, den Privatkunden in Hannover regulär beziehen, während es bisher eher noch die Ausnahme ist. Die dahinter steckende Strategie wird K2020 genannt und beinhaltet den Plan, dass bis zu der Hälfte allen Stroms bis 2020 aus Windenergie stammen sollen.